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Freitag, 7. Mai 2010

Die Totalverschuldung oder das davonfließende Geld


Heute früh in den Morgenstunden haben wir gesehen, wie sensibel die Welt auf Europa reagiert, die Kurse an den Börsen gingen runter. Wir wissen auch warum: Der starke Euro schwächelt, die Verschuldungsfrage ist überall präsent. Griechenland brodelt. Wenn Europa schon schwankt, was dann noch? Das kleine Griechenland zeigt, wie schnell ein Staat absaufen kann, Missmanagement, unverständige Bürger, die ihr Recht wollen, wie auch immer es geartet ist.

Ob das Griechenland oder China oder Deutschland ist, die Staatsverschuldung liegt bei (fast) 80 %.

Was sagt uns das? Liegen die Ausgaben der Staaten deutlich über dem Wachstum der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Landes (BIP), klettert die Verschuldung und ist kaum noch aufzuhalten. Dieser Weg führt in den Kollaps. Es bleibt - wie wir immer deutlicher sehen - nicht bei Griechenland. Auch wir werden in diesem Jahr eine Staatsverschuldung von fast 80 Prozent des BIP erreichen, so der ÖkonomenBlog. Seit 5 Jahren geht das so und ist ein evidenter Verstoß gegen die Maastricht-Kriterien. Wissen wir, wir müssten uns bald selbst vor die Tür schicken. Gut, das passiert nicht, weil nur die Dramatik dieser Konstellation zelebriert wird, nicht die Wirklichkeit. Aber wir haben noch mindestens 5 weitere Kandidaten, Spanien, Portugal, Irland, Rumänien, Baltikum ...

Für alle Staaten gilt, Abbau der Ausgaben, und zwar auf den Sektoren, die nicht der staatlichen Vorwärtsentwicklung im Sinne einer Gleichheitsherstellung dienen! Das komplett schiefe Gebilde muss geradegerückt werden. Schluss mit Supergewinnen an der Spitze und Armut aufgrund Arbeitslosigkeit in der Bevölkerung. Herstellung von Gerechtigkeit, Vermeidung weiterer Verzerrungen.


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Dienstag, 7. Juli 2009

Wenn Blogger nicht ausreisen dürfen ...

... schuschan lassen die dich in Belgien wieder weg? Nach Catnapping, Hell's Blogger undundund ... ;-)

Yoani Sànchez (33) aus Kuba sowie der Gewinner des besten chinesischen Blogs Liu Xiaoyan und der Reporter-ohne-Grenzen-Preisträger Zeng Jinyan, China, durften jedenfalls nicht zur Preisverleihung nach Bonn. Der internationale Weblog-Award THE BOBs musste in Abwesenheit verliehen werden. Inwieweit Repressalien zu erwarten sind, kann man nur ahnen.



Yoani ist Autorin des ersten unzensierten Blogs aus Kuba mit dem Titel GENERACIÓN Y, in dem sie über den schwierigen Alltag berichtet und Kritik an den Verhältnissen äußert.


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Montag, 25. Mai 2009

Reisende soll man nicht aufhalten ...



... dachte sich ein aufgebrachter Chinese diese Tage in Guangzhou, als er einen Selbstmordkandidaten erblickte, der sich von einer Brücke stürzen wollte und den Verkehr aufhielt. Ohne vielleicht Kafka zu kennen.

Da ihm der Verkehrsstau zuwider war, brach er durch die Polizeisperre, stürmte zu dem Selbstmörder und versuchte ihn mit einem beherzten Schubs zu beseitigen, um endlich weiterfahren zu können.

Das gelang auch, allerdings war das Sicherheitskissen der Retter schon bereit und so überlebte der Selbstmörder mit Verletzungen.

Die Aktion erinnert mich an meinen tumben Pfadfinder, den ich unten schon erwähnte. Der wäre auch dazu in der Lage. In einem Anflug von schizoider Seitenverkehrung beschwert sich der Bursch darüber, dass ein Behinderter seinen Parkplatz (der ihm gar nicht zusteht) besetze und er tatsächlich die Einkäufe auf dem Arm 10 m zur Tür tragen müsse, obwohl er vor Kraft strotzt. Man hätte auf den Herrn Pfadfinder Rücksicht zu nehmen! Dieser Typ würde genauso reagieren wie der chinesische Schubser, wenn er blockiert werden würde. Trash, weg damit! Na, dann machen wir doch mal dasselbe mit diesem Dauerabsahner. Weg mit dem Trash!


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