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Donnerstag, 29. Dezember 2011

Ja, man glaubt es nicht: 5 Betriebe für Integration von je einem Behinderten ausgezeichnet


Ausübung von qualifizierter Arbeit
im KFZ-Bereich NRW
5 Personen bei 320.000 Behinderten in Rheinland-Pfalz! Für diese Glanzleistung, es handelt sich um Hilfsarbeiter-tätigkeiten wie Gartenarbeiten, Zigarettenpackungen konfektionieren, Sortieren und vieles mehr, gibt es in Rheinland-Pfalz den mit 3000 Euro dotierten «Landespreis für beispielhafte Beschäftigung schwerbehinderter Menschen».
Sicher löblich, den guten Willen von Unternehmen zu zeigen, aber es ist mehr die Werbung für die Firmen als der Nutzeffekt für Behinderte. Wo aber werden höherwertige Tätigkeiten vergeben? Wer spricht darüber? 
Hilfsarbeiterstellen lassen sich schneller und einfacher einrichten und halten ... Nicht umsonst wird Hartz IV-Beziehern an erster Stelle bei der Vermittlung in Rheinland-Pfalz geholfen. Dafür gibt es seit einem Jahr einen speziellen Vermittlungsdienst, andere werden abgewiesen, der Rest ist also egal, bis auf Schwerstbehinderte, für die man Heime und Werkstätten baut.

Samstag, 26. Februar 2011

Leiharbeit - das einträgliche Geschäft mit den unfreiwilligen Sklaven des 21. Jh.

Leiharbeit, Zeitarbeit, ja, die letzte Rettung, sagen sich Arbeitswillige in schwachen Gebieten - und verdingen sich. Ist das die Rettung? Oftmals nicht. Denn von den 800.000 Leiharbeitern, die die Agentur für Arbeit kennt, kommt nur knapp jeder 5. über 2000 € brutto, wie der VdK mitteilt. Und ca. 80.000 verdienen gar unter 1000 € brutto im Monat. Auch das Ost-Westgefälle macht hier nicht Halt. Im Osten liegt der Durchschnittslohn bei Zeitarbeitern bei 1224 € und knapp 220 € unter dem Westniveau. Im Vergleich zu normalen Angestellten verdienen Zeitarbeiter mindestens 50 % weniger und sinken zusehends in die Armut. Die völlig unglückselige Abwärtsbewegung der Prosperität der letzten 15-20 Jahre zwingt sogar jeden 8. Leiharbeiter, Hartz IV-Leistungen draufzusatteln. Es besteht dringender Handlungsbedarf, die Sklavenkolonnen angemessen in die Lohnstruktur zu integrieren. Kurze Beschäftigungszeiten und erbärmliche Bezahlung kennzeichnen diesen Sektor, der allenfalls modifiziert als aufbauende Beschäftigungsschleuse für Hartz-IV-Bezieher genutzt werden sollte. Sklaventreiberei soll doch schon lange vorbei sein...

Dienstag, 13. April 2010

Erwerbsminderung heißt heute immer noch die A-Karte ziehen

... und mehr, fast schon 2 A-Karten, denn es gibt nicht mehr viel für den Lebensunterhalt. Ist ja auch nicht nötig, Hauptsache unsere Beamten haben ihr täglich trocken Brot. Es werden heute geringere Beträge ausgezahlt als die Leistungen für Hartz-IV-Bezieher ausmachen. Sage und schreibe durchschnittlich 691 EUR (West) und 623 EUR Erwerbsminderungsrente (Ost).
Das sind 130 EUR weniger als vor 8 Jahren. Gibt es dafür eine Begründung? Nein, die Haushaltsführung kürzt nicht nur hier, sondern auch bei den Renten allgemein, den Altersrenten. Die ja auch nur gering ausfallen, sogar nach Prognose Ende der 2020er-Jahre bei nur 600 EUR liegen werden, also unter Hartz IV und Grundsicherung zurzeit! Sind das nicht rosige Aussichten?
Und Nummer 3: Im Hartz-IV-Bereich gibt es bereits 1,5 Mio Bezieher, die ihre Zuzahlungen und rezeptfreien Medikamente nicht mehr bezahlen können. Deshalb werden jetzt nach dem Vorbild der kostenlosen Tafeln und Sozialkaufhäuser auch kostenlose Medikamentenabgaben eingerichtet. Und das scheint schmerzlos zu gehen.

Samstag, 20. März 2010

Latente Hysterie und das passende Grundszenario als Dauerzustand




































Der Psychoanalytiker Wolfgang Schmidbauer, der 2001 bei Fischer sein Buch "Der hysterische Mann" veröffentlichte, kritisiert in der Märzausgabe des Magazines CICERO die allgemeine Hysterieneigung der Medien, Politiker und natürlich auch der Leser, User und Zuschauer.
Ohne hysterisches Szenario geht gar nichts mehr. Die Klimadebatte malt den Burn-Out des Planeten an die Wand, 2012 lässt den Planeten untergehen, die BSE-Warner heben ihr gefährliches Virus hervor, AIDS dominierte in den 70er- und 80er-Jahren, Vogel- und Schweinegrippe die letzten Jahre. Viren werden oft zu einem Politikum.
Statt dass die Politiker rational und genau abwägen, welche Gefahren bestehen, reagieren sie auf die Hysterieforderung seitens der Medien und Bürger. Sie versuchen ihre Position, ob sie richtig ist oder nicht, durch hysterische Steigerung zu untermauern, was wiederum zu einer Gegenhysterisierung der Gegner führt oder sie versuchen die Hysterisierung durch Fehlauslegungen zu verhindern. Vertuschen, Verstecken, all das, was die Blätter füllt, Kundus, BND, NS-Vergangenheit, Steuerhintererziehungs-CDs etc.
Das allgemeine hysterische Szenario, das entworfen wird, wirft seinen Schatten auf die Politik, und zwar verstärkt auf die M ä n n e r!
Schröder zeigte deutliche Hysteriezüge, zurzeit auch einige Kandidaten, Westerwelle wohl darunter und viel andere, die Szenarien heraufbeschwören, obwohl die Faktenlage noch nichts von dem angeblich drohenden Missstand berichtet. Selbstkritik und Bescheidenheit bleiben auf der Strecke. Wer schlimmer prophezeit und noch lauter brüllt als der andere bekommt Stimmen und Zuspruch. Die Kanzlerin warte nur, "bis sich die Gockelkämpfe erschöpft haben und sie einen Konsens der Gerupften herbeiführen kann."
Hier muss man allerdings deutlich und ergänzend sagen, dass - um Westerwelle zu verteidigen - angesichts der steigenden Sozialkosten und Schulden ein Gegensteuern wichtig ist, und zwar keine Auspolsterung der Hartz-IV-Welt, sondern eine Umgestaltung. Gegenleistung Arbeit (über 70 % der Deutschen wollen das), um Mehraufwände und Versorgung der Gemeinden und ihrer Mitglieder sicherzustellen. Weniger Geld für Verweigerer, mehr Geld für Kranke und Behinderte, die wirklich nicht eingesetzt werden können. Mehr Geld für Arbeitslose, kein Absinkenlassen in die Armut und Aufopferung ihrer Ersparnisse und Altersversorgungen. Und Faktenlagen sachlich analysieren, Gegenmittel entwickeln, die tatsächlich notwendig und machbar sind.

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Samstag, 13. März 2010

Job bei Guido, oder was?




http://www.horizontjobs.de/bewerber/suche/detailsuche/show.php?id=78746

Neulich gesichtet in der Jobbörse (jobscout24, bei den Internetgeschwistern tauchen auch immer Betrüger auf) ein witziges Stellenangebot, das die Hartz IV-Diskussion beeinflussen möchte:



PR-Coach (m/w)
für den Bundesminister im Marketing-Büro des Ausfälligen Amtes

Wir sind uns einig: Leistung muss sich in Deutschland wieder lohnen. Aber wir wissen auch, dass man das nicht einfach so sagen darf. Denn die öffentliche Diskussion gleicht derzeit einem schwarz-gelben PR-Wespennest… Deshalb suchen wir Sie für das Marketing-Büro des Bundesministers des Ausfälligen Amtes - damit Gelb von der Farbe des politisch-rhetorischen PR-Fettnäpfchen-Alarms zur Farbe der klaren Worte ohne Reue avanciert.
Sie…

* sind der Meinung, dass Schneeschippen ein hervorragendes kostenloses Fitness-Programm für findige Hartz-IV-Empfänger ist?
* haben irgendwie auch einen Hang zur spätrömischen Dekadenz, können das aber für sich behalten?
* sind ein "Verkäufer-Typ" und kennen sich aus mit der gewinnbringenden Vermarktung von politischen Persönlichkeiten (Zertifizierung des Deutschen Lobbyismus-Verbandes und Kenntnisse im Bereich Projektmanagement von Vorteil)?
* sind sich darüber im Klaren, dass Diplomatie kein Synonym von Populismus ist und der politische Aschermittwoch entgegen landläufiger Gerüchte nicht zur Ganzjahresveranstaltung umfunktioniert worden ist?
* vermitteln gekonnt Ihr rhetorisches Feingefühl und Ihr nie versiegendes Repertoire an Standardfloskeln zur Vertuschung luftigen Inhalts?
* umgeben sich mit Vorliebe mit Menschen, die gerne im Mittelpunkt stehen und einen Hang zur latent verschobenen Selbstwahrnehmung haben?
* verfügen über fundierte Kenntnisse in Fremdsprachendidaktik im Gruppenunterricht, vorzugsweise mit den Schwerpunkten Außenpolitik und Energiewirtschaft (vorzugsweise in e n g l i s c h e r Sprache)?
* legen als persönlicher PR-Assistent des Bundesministers des Ausfälligen Amtes große pädagogische Ausdauer an den Tag und können gut mit regelmäßigen, öffentlichkeitswirksamen Rückschlägen umgehen?

Wir bieten…

* ein gebrauchtes Guidomobil als Dienstfahrzeug, gerne auch für private Urlaubsreisen einzusetzen.
* quasi anstrengungslosen Wohlstand, damit Ihre Leistung sich zumindest für Sie lohnt.
* regelmäßige Arbeitsessen - in spannungsgeladener Atmosphäre, in angesagten Berliner Restaurants, in Gesellschaft von politischen Hochkarätern.
* uneingeschränkte Möglichkeiten zur Erweiterung Ihres Wissens über Populismus-Prävention und Mediationstechniken.
* ein umfangreiches Portfolio an gelben Accessoires von der klassischen Krawatte oder dem Halstuch bis hin zur subtilen Schuhsohlenapplikation mit Wahlkampfbotschaft zur Auffrischung Ihrer Business-Garderobe.
* eine abwechslungsreiche PR-Tätigkeit, abseits von schnöden, geregelten Sachbearbeiter- und Büroangestellten-Tagen.

Der Krawattenmann des Jahres 2001 wartet auf Sie! Bewerben Sie sich jetzt! Die beste Bewerbung wird mit Reisegutscheinen im Wert von 500,00 € für einen Kurztrip nach Berlin belohnt.* Senden Sie Ihre aussagekräftigen Unterlagen an:
Ausfälliges Amt
Karl Knebel
Schweigen-ist-Gold-Weg 3
11011 Berlin
gelb@jobscout24.de

*Der Gewinn umfasst einen 300-Euro-Gutschein für Übernachtungen im Hotel Ku’Damm 101 (www.kudamm101.de) sowie einen 200-Euro-Gutschein von airberlin (www.airberlin.de).

Teilnahmebedingungen:
Das Gewinnspiel wird von der JobScout24 GmbH, Rosenheimer Straße 145i, 81671 München (www.jobscout24.de) veranstaltet. Teilnahmeberechtigt sind Personen, die das achtzehnte Lebensjahr vollendet haben. Ausgenommen sind Mitarbeiter der JobScout24 sowie deren Angehörige. Teilnahmeschluss ist der 30. April 2010. Pro Person besteht nur eine Teilnahmemöglichkeit. Der Gewinner wird per E-Mail benachrichtigt. Ein Anspruch auf Bar-
auszahlung des Gewinns besteht nicht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Daten der Teilnehmer werden allein zum Zwecke der Abwicklung des Gewinnspiels gespeichert und verwendet.

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Freitag, 1. Januar 2010

Warum uns das neue Jahrzehnt schwer zu schaffen machen wird


Ja, gut, die Kanzlerin hat uns schon dezent drauf vorbereitet, sie erwartet für 2010 Übles. Zieht euch warm an, der Kahn hat immer noch ein großes Leck, Absaufen möglich, aber unwahrscheinlich, wir sind schließlich nicht in Island, Kurzarbeit geht weiter, Opel entlässt, andere auch, die Automobilindustrie macht sich auf ein Riesenloch gefasst, die Banken, Staatsteile und -verwaltung und die Kriege brauchen unser ganzes Geld, Hartz IV ist nun mal genug und wer bereits 750 € im Monat verdient, muss auch Steuern bezahlen. Ob er nun von dem Geld leben kann oder nicht (Unterhaltzahler hätten ja theoretisch einen Mindestbehalt in dieser Republik, aber wo wird er ernsthaft

Unsere Zukunft - rosarot!

beachtet?) ist eine ganz andere Frage. Jetzt wissen wir, woran wir sind. Haushoch verschuldet, keine Besserung in Sicht. Zu Beginn des Jahrzehnts und anhaltend in die Dekade rein.
Dazu kommt diese unermessliche Geldgier, die die Firmen und Marketingabteilungen nicht davon abhält, immer nur 25 % der Wahrheit zu sagen, was die Produkte und den Gewinn betrifft, aber den doppelten Preis tapfer beizubehalten. Wir dürfen also unser sauer verdientes Geld teuer für Billiges ausgeben oder gehen gleich ins Sozialkaufhaus, es sei denn, wir haben den superbilligen Iren in der Nähe, der uns Qualität für ganz wenig Geld verspricht. Wir haben nicht viel von unserer Kohle (wenigstens die 30 Mio., die gar nicht, wenig oder nicht übermäßig verdienen) und fragen uns ständig, warum wir das alles mitmachen müssen.

Versicherungen ziehen uns nach wie vor über den Tisch und sind keine echte Alternative mehr, das Sparbuch auch nicht und das Kopfkissen ist schon vollgestopft. Bist du älter, krank, behindert, hast du ausgedient, das interessiert keine Sau mehr, nur beim moralischen Geplänkel, wo man sich stolz auf die Schulter kloppt. Zum Beispiel, dass die 350.000 Schwerstbehinderte, die es in D gibt, alles bekommen, was möglich ist. Die vielen Millionen jedes Jahr dienen der Sicherung der Allerbeschädigsten, wofür die 8,2 Mio anderen behinderten Bürger so gut wie leer ausgehen. Gut, ein paar Erwerbsunfähigkeitsrentner sind dabei... Das sind ja nun mal echt zu viele, die Behinderten, wer soll das bezahlen? Eingestellt werden sie auch nicht. Pech!

Gesundheit muss wieder mit weiteren Aufschlägen bezahlt werden, Pflege gibts erst, wenn du am Boden bist. Kindergeld gibt es etwas mehr, Arbeitsstellen nicht, so dass das Kinderkriegen mit Fragezeichen versehen bleibt. So hat alles seine Härte und keiner darf sich freuen, bis auf die Staatsbediensteten, die gut vom Geld der anderen leben oder sich als ihre Volksvertreter anbieten, um ordentlich Rente zu haben. Und die Firmen, die ordentlich Geld machen, auch wenn sie es abstreiten.

Prosit neues Jahrzehnt!

Donnerstag, 2. Juli 2009

Arbeiten unter der Knute?

Die Alternative zu Hartz heißt so...? 20 % arbeiten unter 9,60 die Stunde, wobei das ja gut bezahlt wäre ...

Wallrafs Berichte immer wieder ein Knüller. Schuften im rheinland-pfälzischen Stromberg/Hunsrück:
http://www.zeit.de/2008/19/Wallraff-19

Unbarmherzige Selbstreflexion und Penetranz gegen den Angerufenen im Callcenter Köln-Turm
http://www.zeit.de/2007/22/Guenter-Wallraff

80 Wochenstunden für Azubis im Gourmetrestaurant Wartenberger Mühle bei Kaiserslautern
http://www.zeit.de/online/2009/27/wallraff-interview

Keine pfälzer oder rheinländischen Frohnaturen... Peitsche! Kann man da noch Respekt vor dieser Mentalität hier haben? Reaktionsbildung, das Gegenteil tun, sich verhartzen lassen, lautet das Echo der Getretenen.





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Kleinliches Versauern und Glück bei Bratkartoffeln?

Habt ihr euch mal überlegt, was den Leuten zugemutet wird mit unserem Sozialsystem? Dieses macht nichts anderes als neue Sozialfälle zu produzieren, um eine Legitimation zu haben. Wer Hartz IV-bezugsberechtigt ist, darf frei kombinieren. Hartz plus Freibrille, Hartz plus Freiputzfrau, Hartz plus Reintegration etc. pp.

Der normale Verarmte oder Gestolperte kriegt nichts davon, als ob er es nicht nötig hätte. Und Behinderte? 8 Millionen? Die sowieso nicht ...

Behinderte ohne Hartz oder psychische Dauererkrankung werden in der Regel nicht beratend oder aktiv unterstützt, Pech gehabt. Kein Ansatzpunkt für die Sozialmaschinerie.

François Truffaut, französischer Regisseur, bemerkte einmal: „Pleite zu sein ist ein vorübergehender Zustand, Armut eine Geisteshaltung.“



Der zweite Teil dieser Geisteshaltung wird gezüchtet und gehegt,
  • vom Totalbezieher bis zum 1-Euro-Produkt und -Job. Auch 8 Millionen Bürger inkl. Grundsicherungsbezieher.
  • Von der Insolvenz und Staatskasseausschlachtung bis zu Minderlöhnen. Hinter den Kulissen? Geldanhäufung zum Abwinken.

Wo soll das eigentlich hinführen? Was sagen unsere Staatsdenker dazu? Unsere Verwaltung, Organisation ist so restriktiv, dass ein Sklavenstaat rauskommt am Ende. Handlung untersagt.


Gegentherapie: vom

Gute und soziale Menschen
haben kein Geld

zum

Ich schaffe mir meine erfolgreiche und erfüllte Zukunft.
Ich wähle nur noch Parteien, die unsere wesentlichen Aufgaben friedvoll erfüllen und der Lüge abschwören. ;-)

Lasst die Blätter rauschen, Blogger und Journalisten, macht die Leute stark! Schluss mit Horror, Sensationsgeilheit und Verdummung.



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Donnerstag, 21. Mai 2009

Armutsrisiko

...womit wir wieder beim Thema wären... Der Armutsbericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes gibt uns die Gelegenheit, unseren Verarmungsfaktor zu bestimmen. Die Wahrscheinlichkeit in einer bestimmten Gegend arm zu werden. Sind die Angaben denn glaubwürdig? Siehe auch diesen Beitrag...

Im Großen und Ganzen wird das abgebildet, was man auch als deutsche Realität erfährt. Allerdings glaube ich nicht, dass die Zahlen immer so den Istzustand exakt abbilden. So liegt die Verarmungsgefahr im Pfälzer Bergland laut Karte nur bei 13,5 %, und damit unter dem Bundesdurchschnitt von ca. 14,5 %. Wir haben hier jedoch allein 25 % der Erwerbsfähigen in der Hartz-Kategorie und dann noch mal die Hälfte oder denselben Betrag bei den Verdienern unter der Armutsgrenze von 1200 oder 1800 € (Familien). Da sind die Werte des nahe gelegenen (armen) Saarlandes mit 16,8 % schon realistischer. Gefühlsmäßig liegt die Gefahr noch höher. Irgendwo habe ich den Eindruck, das sind mindestens 25 %!! So viele Leute ohne Arbeit und angemessenes Einkommen ...

Ganz erschreckend die neuen Bundesländer mit eindeutig erhöhtem Verarmungsrisiko von über 25 %...

Armutsatlas


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Samstag, 16. Mai 2009

Was tun, wenn man im Alter krank wird?

Echt, diese Frage müsst ihr euch mal stellen.
Wie sieht es aus?

Herr A., durchgeknallt, Medikamentenvergiftung
plus Demenz, Herr Y., durchgeknallt, Demenz,
Frau M., schwer pflegebedürftig, chron. Erkrankung
plus Senilität, Frau S., Diabetikerin, schwer pflegebedürftig...

Also, jede Menge Bedarf. Und wie ist die Lage?

Schlecht. Wir haben zum Glück Pflegeeinrichtungen,
Pflegekräfte. Ganz toll die ambulanten Dienste! Wir
brauchen sie dringend wegen der zunehmenden Überalterung.
Und wegen der Kosten. Hunderte nur in RLP!

Zu Hause pflegen ist nicht nur preiswerter als im Heim.
Es hält Familien auch in schlechten Zeiten zusammen.
Partner können sehr lange gemeinsam ausharren, bis der
Tod sie trennt. Ohne vielleicht an Einsamkeit zu erkranken.

Und Altersheime? Ebenfalls an allen Ecken und Enden.
Der große Vorteil, die Belastung ist stark reduziert,
die Familien haben mehr Zeit für Beruf und anderes,
je nachdem, was wichtig ist. Die Patienten sind gut
untergebracht und genießen den Urlaub, solange es geht.

Allerdings: Der VdK hat mal wieder daran erinnert, dass bei
Pflegestufe III mindestens 2.800 bis 3.000 Eur pro Monat
fällig sind. Und das nur in Pflegeheimen. Ist es ein Fall
für die Geriatrie/Gerontologie, kostet das 4.000 EUR.
Bei Pflegestufe I und II geht es teilweise noch unter 2.000 Eur,
je nach Wohnmodell.


Die Kosten sind mittlerweile wie überall zu hoch.
Dann ist wohl der ambulante Pflegedienst besser. Wo liegt der Haken?
Der Dienst kommt zwar event. mehrmals am Tag, das ist dann gerade noch
bezahlbar. Aber Vollpflege? Unmöglich!

Die Gesetzeslage, die Kosten, alles spricht dagegen.

WER von den deutschen Normalbürgern kann das Heim
noch bezahlen: Fast keiner mehr!
Kollaps
vorausprogrammiert! Verkauf aller Besitztümer,
die Kinder müssen zusammenlegen oder Verhartzung und Ende.
Auch gut bezahlte Beamte kriegen das nicht mehr hin.
Und Selbstständige müssen auch rechnen.

Habt ihr eure Kröten schon gezählt?
Schafft eure Rente das?




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Zum Haareraufen...

... finde ich es, wenn die Leute kein Geld haben, angeblich von der Stütze leben und sich zwei Autos leisten, jetzt noch einen Rassehund kaufen, aber der Sohnemann bei mir borgen kommt, weil er mit seinem Arbeitslosengeld auf Azubi-Niveau die Bahnkarte angeblich nicht zahlen kann. Crazy, oder?






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