Montag, 11. Januar 2010

Pamphlet über die Betrugskultur


Es gibt so viel Ärgerliches in unserem Leben... Am meisten aber fällt die Gesamtstruktur der Produktwerbung und Leistungsangebote auf. Es gibt fast kein Produkt oder keine Dienstleistung, die nicht maßvoll übertrieben angeboten werden und die Ansprüche gar nicht erfüllen. Der Traum von irgendetwas, unter die Haut gejubelt und in die Köpfe injiziert, jetzt endlich erfüllt und zu haben, natürlich hat das Ding seinen Preis, aber dafür... wird der Benutzer krank, es wirkt nicht, es stinkt, es ist eine Lüge, es ist voll mit Gift, es hält nur die Hälfte von dem, was es verspricht. Die Dienstleistungen bis hin zur Rente oder der Versicherung, die politischen Versprechen, die Wahltaktiken, Wahlbetrugsversuche, medienwirksame Täuschungsmanöver der Volksvertreter: Lug und Trug, Augenwischerei und Ätschinhalte. Leere Versprechen, die teuer bezahlt werden und nichts von dem Erhofften bringen. Eine breite Spur von Geschädigten, Überrollten, Ausgenommenen, Bestohlenen. Ausgeübt von Millionen von Angestellten, die schön ihrer Profession nachgehen, auch wenn es die hauptamtliche Betrugsserie ist.
Wo bleibt die Moral? Sie ist keinen Pfifferling wert, lachend wird beschissen und betrogen, regiert und abgedankt. Hauptsache, das private Kässchen ist gefüllt. Wie bei Dickens im London des 19. Jahrhunderts, eine Horde von Banditen, Kaufleuten, Abkassierern, aber wo sind die Ehrbaren, die letzten Vertreter des Anstandes? Gibt es sie überhaupt noch? Dieser Zug ist nicht mehr aufzuhalten..... Die Menschen schon immer eine einzige Gefahr für die anderen, reingeholt aus der Natur ins tägliche Leben.


Kommentare:

schuschan hat gesagt…

Wie recht du hast, manchmal denke ich,dass das Leben eine riesengroße Seifenblase ist!
Und irgendwann machts *peng*!
Und wenn dann mal einer ehrlich ist,dann kann es keiner mehr vertragen!

Dailywrite hat gesagt…

Ja, ziemlich irreal, überall lauern Tücken, vom Kinderwagenkauf bis zur Rentenberechnung und der Sterbeversicherung. Man darf die Dinge nicht beim Namen nennen, das führt nur zu Verärgerung.